Neuigkeiten: TSG Wismar - HSV Grimmen 32:26

TSG Wismar - HSV Grimmen 32:26 15.04.2018 08:14

HSV gratuliert artig zur Vizemeisterschaft – Handballer ohne Chance in Wismar

Die Handballer des HSV Grimmen verlieren das zweite Spiel in Folge und schaffen es weiterhin keine Konstanz in ihr Spiel zu bekommen. Erinnerungen werden wach, als der HSV nach der Pleite in der Hinrunde gegen Warnemünde eine Negativserie hinlegte. Damit es dazu nicht kommt, muss die Mannschaft unbedingt im Derby gegen Greifswald punkten. Auch wenn es zwischenzeitlich in der Anfangsphase nicht so aussah, der HSV war gegen den neuen Vizemeister aus Wismar ohne Chance und noch gut bedient mit dem Ergebnis. „Es reichen halt keine ordentlichen zwanzig Minuten aus, um Auswärts zu gewinnen. Wir haben alles vermissen lassen, was uns eine Woche zuvor im Final Four noch stark gemacht hatte. Wir haben überhaupt keine Bindung in der Deckung gefunden und vorn ständig auf die Fresse bekommen. Manchmal ist man ratlos, wieso die Mannschaft heute nicht die nötige Einstellung hatte. Wir wiederholen uns da, denn das ist nicht wirklich trainierbar. Entweder ich will gewinnen und gebe alles oder man ist fehl am Platz“ war Abe sauer.

Dabei sah es in den ersten zehn Minuten noch recht ordentlich aus. Bereits da hatte Grimmen starke Probleme den wurfgewaltigen Rückraum in den Griff zu bekommen und war zumeist einen Schritt zu spät am Werfer. Dennoch ging der HSV beim 4:5 sogar einmal in Führung. Die erste und einzige im gesamten Spiel. Anschließend bestimmte Wismar die Partie, weil der HSV zu oft an der Deckung der Gastgeber hängenblieb. Bis zum 10:8 war es weiterhin ein völlig offenes Spiel, doch dann der Knackpunkt im ersten Abschnitt aus Sicht des HSV-Trainers: „Wismar erhält eine Zeitstrafe und wir sind in Überzahl. Statt wieder zu verkürzen, kassieren wir drei Treffer. Dumme Gegentreffer nach unseren Fehlern. Unerklärlich“. Wismar enteilte auf 13:8 und war auch weiterhin die dominantere Mannschaft, die den Erfolg mehr wollte. Nur einmal keimte nochmal ein wenig Hoffnung auf, als der HSV auf 15:12 verkürzen konnte. Doch schon ein paar Minuten später, nach weiteren Fehlpässen und Fehlwürfen, baute die TSG die Führung aus und ging mit einem 19:14 Vorsprung in die Pause.

Und in dieser wurde es laut in der Kabine des HSV Grimmen. Jeder in der Halle konnte sehen wo das Problem bei den Gästen lag. Sie bekamen einfach keinen Zugriff und keine Aggressivität in ihr Deckungsspiel. Und so wurde es auch den Torhüter schwer gemacht einen Ball zu halten. Wismar spielte weiter munter auf und setzte sich nach vierzig Minuten auf 25:16 ab. Es drohte ein Debakel für den HSV Grimmen. Grimmens Trainerteam reagierte mit der zweiten Auszeit und verlangte von dem Team eine Reaktion in den letzten zwanzig Minuten. Doch lange Zeit änderte sich nichts am Spielstand. Grimmen war zwar nun vorn endlich wieder torgefährlich, kassierte aber hinten weiterhin zu viele einfache Treffer (28:19 in der 46 Min.)  Nachdem der Gastgeber dann einige Wechsel vornahm und die zweite Reihe auf das Feld schickte, wehrte sich der HSV. Plötzlich hatte Grimmen nun Zug zum Tor und erzielte einige einfache Treffer, die im gesamten Spiel zuvor gefehlt hatten. Grimmen verkürzte damit Tor um Tor und konnte etwas Ergebniskosmetik betreiben. Doch an der verdiente 32:26 Niederlage änderte sich nichts mehr. „Von der zehnten bis fünfzigsten Minute waren wir hinten zu brav und vorn hatten wir Angst da hin zu gehen wo es wehtut. So können wir nächste Woche nicht auftreten, denn Greifswald wird heiß sein. Das musste die Mannschaft im Hinspiel leidvoll erleben. Die Mannschaft muss jetzt wieder den Schalter umlegen und in den letzten drei Spielen nochmals überzeugen“ fordert Kibscholl.

HSV Grimmen: Corswandt, Gutsche, Salbrecht 8/1, Keil 4, Mainitz 3, Jahns 3, Kopilow 3, Pervölz 3/3, Pollex 1, Hildebrandt 1, Bentzien, Bornemann,

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