Neuigkeiten: 1. Männer : HSV Grimmen - SV Warnemünde 22:24 (10:13)

1. Männer : HSV Grimmen - SV Warnemünde 22:24 (10:13) 09.09.2018 12:11

Großer Kampf wird nicht belohnt  - Favorit lange geärgert

Die Zeiten haben sich ein wenig geändert. Noch in der letzten Saison hat der HSV beide Spiele gegen die Gäste aus Warnemünde verloren und enttäuschte auf ganzer Linie. Nur ein paar Monate später waren die Vorzeichen ganz andere. Warnemünde verpflichte viele interessante Spieler und schielt Richtung ganz oben, während der HSV den Umbruch mit vielen jungen Spielern angeht. Und nicht viele hätten mit solch einem Spiel am Samstagabend gerechnet. Grimmen verlor zwar die Partie gegen den SV W mit 22:24, doch durch viel Kampfgeist verdiente sich das Team viele Sympathien beim Publikum. Auch Trainer Abe zeigte sich angetan von die Vorstellung. „Nach der eher doch durchwachsenen Vorbereitung, hätte ich nicht mit solch einer Leistung gerechnet. Die Einstellung und der Kampfgeist passten, leider waren wir doch in einigen Situationen zu grün hinter den Ohren und spielten viel zu statisch, um von einem Punktgewinn zu träumen. Wir müssen heute eben anerkennen, dass Warnemünde den tick besser und cleverer war und sich dadurch die Punkte verdient hat“.

Allerdings machte sich schon früh die Probleme auf Grimmener Seite bemerkbar. Der Gastgeber schaffte es über lange Sicht nicht den großen Abwehrriegel in Bewegung zu bringen und versuchte zu oft den Abschluss aus der zweite Reihe. Doch da war kaum ein Kraut gewachsen, denn mit Steve Salbrecht fehlte dem Gastgeber ein wichtiger Schütze. Ganz anders bei den Gästen, die zu vielen einfachen Treffern aus dem Rückraum kamen. Dennoch blieb der HSV in Anfangsphase immer dran und konnte die knappe Führung der Gäste gleich wieder ausgleichen (3:3, 5:5, 8:8). „Unser plus an diesem Tag war unsere ordentliche Abwehrarbeit. Sie war nicht perfekt, aber wir haben Warnemünde immer wieder mal vor Probleme gestellt oder konnten über Ballverluste ein paar einfache Treffer erzielen. Hinzu kam, dass wir in den ersten zwanzig Minuten wenig Fehler gemacht haben“ so Kibscholl. Leider lies in den letzten Minuten vor der Pause die Konzentration bei den Trebelstätern nach. Plötzlich machte der HSV einige Fehler oder nahm sich überhaste Würfe. Warnemünde nutzte dies eiskalt aus und überrannte den Gastgeber. Zur Pause lag Grimmen dann mit 10:13 zurück.

Trainer Abe gab dann noch einen kurzen Einblick in die Kabine. „Ich habe den Jungs erklärt, dass wir noch dreißig Minuten haben, um den Rückstand auszuholen und das Team ruhig bleiben soll“. Was passierte war genau das Gegenteil. Sein Team rannte weiter an, scheiterte zweimal im Block und kassierte zwei schnelle Treffer. Damit wurde aus drei Toren, ein fünf Tore Rückstand (11:16). Dass haben sich wohl einige anders vorgestellt. Aber der Gastgeber gab nicht auf.  Allerdings schaffte es Grimmen nicht, dichter als auf drei Tore heranzukommen.  Der HSV rannte sich oft am dichten Abwehrriegel fest und weiterhin wurde die Partie zu statisch geführt. „Wir hatten wenig Bewegung im Angriffsspiel und damit haben wir natürlich auch nicht viele Lücken gehabt. Das hat Warnemünde schon gut gelöst. Aber mit Geduld und auch zwischenzeitlich etwas Glück, blieben wir lange dran“ so Abe. In den letzten zehn Minuten (17:21) wurde es dann nochmal ein wenig hektisch im Spiel.  Die Partie war nichts mehr für Ästheten, der Kampf bestimmte nun die Szenen. Bissige Zweikämpfen hüben wie drüben und nur noch wenige Tore, ließen die Begegnung teilweise hitzig werden. Als Grimmen dann fünf Minuten vor Schluss auf 20:22 verkürzte, bebte die Halle. Die Fans glaubten nun an die Überraschung und peitschten ihre Jungs frenetisch nach vorn. Lohn war dann der 21:22 Anschlusstreffer vom starken Matti Pervölz per 7-Meter. Zwei Minuten war noch auf der Uhr, doch spätestens nach einem weiteren Treffer der Gäste und einem Fehlabspiel auf Seiten des HSV, war die Begegnung entschieden. Warnemünde spielte es nun clever runter und gewann am Ende knapp mit 22:24. „Wenn man dann anschließend in die Gesichter der Mannschaften schaute, dann merkte man den Gästen schon die Erleichterung an. Enttäuschung natürlich bei unseren Jungs, doch nach diesem Kampf machen wir uns keine Sorgen für einen guten Saisonverlauf“ so Kibscholl nach der Partie.

HSV Grimmen: Granholm, Hase, Pervölz 7/1, Pollex 5/4, Kopilow 4, Köhler 2, Bornemann 1, Mainitz 1, Kladek-Markau 1, Plötz 1, Raesch, Jahns, Hildebrandt, Schulz,

 

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