Foto Anke Hanusik

Es hätte der perfekte Start ins neue Jahr sein können, doch unsere Männer geben den Sieg beim Überraschungsteam von Schwaan noch aus der Hand. Unsere Frauen bieten dem hohen Favoriten aus Wismar lange die Stirn, doch am Ende setzt sich der Gast in einer Abwehrschlacht knapp durch. Dieses Wochenende war es noch etwas ruhiger und insgesamt waren nur 9 Teams in insgesamt elf Spielen im Einsatz. Davon konnte man am Ende leider nur drei gewinnen, zweimal trennte man sich unentschieden und sechs Partien gingen an den Gegner. Dennoch ist man nicht unzufrieden mit den Leistungen im Grimmener Lager. Wir wollen nochmal gemeinsam auf die Partien blicken.

MJE II – JSG Neubrandenburg-Altentreptow 11:39

Im Vorfeld war klar: Die Partie wird man nicht wirklich gewinnen können. Dennoch wollte man sich gegenüber dem Hinspiel steigern. Und dies gelang den Jungs, denn dieses Mal schaffte man es, einen Treffer mehr zu erzielen und hinten keine 51 zu kassieren, sondern nur 39. Auf diese Leistung kann man aufbauen und die Jungs müssen nun leider noch mehr zutrauen.

1. Frauen – TSG Wismar 14:16

Knappe Niederlage gegen den Favoriten in einer wahren Abwehrschlacht mit herausragenden Torhütern.

Am vergangenen Spieltag trafen wir auf den bislang ungeschlagenen Tabellenführer TSG Wismar. Die Rollen waren klar verteilt, aber unser Ziel ebenso: Wir wollten die Mädels aus der Hansestadt ärgern und vielleicht den ein oder anderen Punkt einfahren. Von Beginn an entwickelte sich ein intensives Spiel. Wismar ging zwar immer wieder in Führung, doch wir ließen sie nie entscheidend davonziehen. Starke Abwehrreihen auf beiden Seiten sorgten dafür, dass Tore Mangelware blieben. Auch dank der gut aufgelegten Torhüterinnen auf beiden Seiten.  Sieben Minuten vor der Halbzeit stand es 5:5, ehe sich Wismar bis zur Pause auf drei Tore absetzen konnte.

Uns war klar, dass noch mehr möglich war, auch wenn unser Angriff bis dahin zu ideenlos blieb. Nach dem Seitenwechsel zog Wismar zwischenzeitlich auf fünf Tore davon, doch wir kämpften weiter und hielten mit einer starken Abwehr dagegen. Wie in den Spielen zuvor liegt es eindeutig an unserer Chancenverwertung im Torabschluss. Am Ende reichte es trotz großem Einsatz nicht für Punkte. Wir unterlagen knapp mit 16:14.

Fazit:

Auch ohne Punkte können wir stolz sein. Unsere Abwehrleistung war stark und das Ergebnis gegen den ungeschlagenen Tabellenführer kann sich sehen lassen. Darauf lässt sich aufbauen.

2. Männer – SG Uni Greifswald/Loitz II 32:30

Puh, am Ende nochmal Glück gehabt. Unsere Männer kommen in der Partie gegen das Schlusslicht aus Loitz nie wirklich in das Spiel und rennen lange einem Rückstand hinterher. Vor allem in der Anfangsphase gelang nicht viel, so dass man sich nach elf Minuten, beim Stand von 1:3, gezwungen fühlte, eine Auszeit zu nehmen. Die zeigte kurz Wirkung, als man selbst einmal mit 5:4 in Führung gehen konnte. Doch danach waren es wieder die Gäste, die mit einfachen Mitteln das Spiel bestimmten und viele leichte Treffer erzielten. Zur Pause führte der Gast mit 13:14.  Und das Spiel auf Grimmener Seite wurde nicht wirklich besser. Loitz spielte seinen Stiefel solide herunter und schraubte seinen Vorsprung auf 15:19 und wenig später sogar auf 17:22 hoch. Zwanzig Minuten waren noch zu spielen, als die Jungs langsam merkten, dass sie einen Zahn zulegen müssen, wenn sie nicht die erste Mannschaft sein wollen, die gegen das Schlusslicht verliert. Tor um Tor holte das Team von Bastian Köhler auf und erzielte beim 26:26 endlich wieder den Ausgleich und kurz darauf die zweite Führung in dieser Partie. Dieses gab man dann bis zum Ende nicht mehr ab und sicherte sich einen glücklichen Heimsieg.

WJF – Stralsund 3:11

WJF – Greifswald 2:5

WJF – Pasewalk 11:8

Die Spielpause für unsere Mädels der F-Jugend war wohl zu lange. Hinzu kam die Aufregung, das erste Mal vor den eigenen Eltern in heimischer Halle zu spielen. Im ersten Spiel gegen eine starke Stralsunder Mannschaft gelang nicht viel, da man zu viel alleine wollte und sich zu wenig bewegte. Leider wurde es im zweiten Spiel auch nicht besser, so dass man sich auch der Mannschaft aus Greifswald geschlagen geben musste. Aber die Mädels zeigten Kampfgeist, wollten unbedingt noch einen Sieg und zeigten sich im letzten Duell von einer ganz anderen Seite. Plötzlich spielte man miteinander und konnte dann auch noch einen Sieg gegen Pasewalk einfahren.

WJB II – Penzliner SV 28:19

Dieses Duell hatte keine Auswirkungen mehr auf die Tabelle und musste von beiden Seiten nur noch gespielt werden. Unsere Mädels wollten sich Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben holen, taten sich aber enorm schwer gegen die langsame Spielweise der Gäste. Die versuchten, die Angriffe lange auszuspielen, und fanden immer wieder Lücken in der Deckung unserer Mädels. Zur Pause führte man dennoch mit 15:10. Auch diese zweite Hälfte wurde nicht viel besser. Weiter langsamer Handball und Fehler auf beiden Seiten. Am Ende setzte man sich mit 28:19 durch.

HC Vorpommern-Greifswald – 2. Frauen 37:28

Nichts zu holen gab es für unsere zweite Frauenmannschaft im Spitzenspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer aus Greifswald. Nur in den ersten zehn Minuten konnte man ein wenig Schritt halten (6:4), dann zog der Gastgeber auf 13:5 davon und erzwang schon früh in der Partie eine kleine Vorentscheidung. Auch wenn unsere Mädels zur Pause auf fünf Tore verkürzen konnten (18:13), hatte man nicht mehr das Gefühl, dass sich die Partie drehen könnte. Denn direkt nach der Pause erhöhte der Tabellenführer wieder auf 20:13 und 25:15. Dieser Rückstand war dann doch zu hoch, so dass man in den letzten zwanzig Minuten einfach nur noch das Ergebnis im ordentlichen Rahmen halten wollte. Am Ende eine deutliche Niederlage gegen ein starkes Greifswalder Team.

Schwaaner SV – 1. Männer 30:30

Irgendwie hatten die Jungs und das Trainerteam ein Déjà-vu zur vergangenen Saison. Lange Zeit geführt, man sieht wie der verdiente Sieger aus, und am Ende musst du noch um den Punkt zittern. Vor der Partie hätten sich alle über den Punkt gefreut. Wenn man den Spielverlauf anschaut, dann werden sich die Jungs sicherlich auch sehr ärgern. „Diesen Punkt nehmen wir dennoch sehr gerne mit aus Schwaan.  In der ersten Halbzeit haben wir ein fast perfektes Spiel hingelegt. Einzig die letzten 5 Minuten in der ersten Halbzeit verhindern, dass wir die 6–7 Tore Vorsprung mit in die Pause nehmen. Da agieren wir taktisch unklug, halten uns kurzzeitig nicht an die Absprachen und bekommen noch eine Zeitstrafe, die Schwaan zum Verkürzen ausnutzt. Wenn wir uns etwas ankreiden lassen müssen in der ersten Halbzeit, dann, dass wir den Vorsprung nicht noch weiter ausgebaut haben. Die Möglichkeit, auf 8 Tore wegzuziehen, war da. Ein Lob an die Jungs, wie sie vor allem das permanente 7:6 wegverteidigt haben. Ggf. war Arik zur Stelle“, so Tim Pischke. Zur Pause stand damit ein 13:18 auf der Anzeigetafel.

„In der zweiten Halbzeit nehmen leider unsere technischen Fehler zu. Die Abschlüsse sind nicht mehr so konsequent, unsere Torhüter bekommen nicht mehr so recht die Hand an den Ball. Sodass wir Schwaan auch einige „leichte“ Tore ermöglicht haben“, so der Trainer weiter. Dennoch können unsere Jungs, auch wenn die zweite Hälfte nicht mehr so optimal lief, den Vorsprung lange halten und überstehen auch mehrmals kritische Phasen, als der Gastgeber auf 19:22 oder 23:25 verkürzt. Genau dort baut man den Vorsprung wieder auf 23:28 aus, ehe eine entscheidende Phase fast den Punkt kostet Denn Schwaan erzielt fünf Treffer in Folge zum 28:28. Doch dann legten unsere Jungs immer wieder auf, bis beim 30:30 der letzte Angriff dem Gastgeber gehörte Doch mit aller Kraft kann man den Gegentreffer verhindern und sich irgendwie doch über den Punkt freuen.

„Wenn man bedenkt, dass unser Gegner voller Selbstvertrauen steckt, bislang jedes Heimspiel gewonnen hat und wir selbst dagegen eine etwas schwierigere Phase Ende letzten Jahres hatten, dann war das ein starker Auftritt. „Vor allem, dass wir am Ende des hitzigen Spiels cool geblieben sind, um diesen Punkt mitzunehmen“, ist Pischke stolz auf sein Team.

Bad Doberan – MJB II 33:28

Die Jungs von Roman Bernhardt sind aber auch nicht zu beneiden. Wieder einmal zeigen die Jungs einen starken Auftritt gegen körperlich überlegene Gastgeber und sind in der zweiten Halbzeit dran. Am Ende geht die Puste aus und man steht wieder mit leeren Händen. In der ersten Hälfte war der Respekt wohl noch zu groß und man rannte früh einem Rückstand hinterher und lag bereits zur Pause deutlich mit 20:11 zurück. Aber die Jungs zeigten Kampfgeist und angetrieben von einer starken Deckung mit einem guten Keeper dahinter holte man Tor um Tor auf und schaffte tatsächlich zehn Minuten vor dem Ende den 28:28-Ausgleich. Doch diese Aufholjagd hat wohl Kraft gekostet. Danach gelang kein einziger Treffer mehr und der Gastgeber konnte die Partie doch noch für sich entscheiden.

HC Empor Rostock – MJD I 30:30

Unsere Jungs der MJD I überraschen weiter in der Liga. Nach dem knappen Erfolg beim zweiten in Neubrandenburg konnte man das nächste Spitzenteam, welches die Endrunde um die Landesmeisterschaft erreichen will, richtig ärgern. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit war man nur in den letzten fünf Minuten nicht bei der Sache, als Rostock von 10:10 auf 17:12 zur Pause enteilen konnte. Doch die Jungs gaben nicht auf. Am Anfang der Saison wäre solch eine Partie vermutlich noch deutlich verloren gegangen. Sahen die Jungs selber, dass Rostock am Sonntag keine Übermacht war. Zwar hielt der Gastgeber den Fünf-Tore-Vorsprung bis zur 35. Minute, doch mit einem Vier-Tore-Lauf war man beim 24:23 wieder dran. Und es wurde sogar noch besser, denn beim 26:27 übernahm die Führung in dieser Partie. Danach wurde es nur noch spannend. Rostock legte immer wieder einen Treffer vor, während unsere Jungs sofort nachzogen. Am Ende trennte man sich 30:30. Unsere Jungs freuten sich total, während es für Empor ein kleiner Rückschlag auf dem Weg zur Endrunde war.