Foto Anke Hanusik
Tolle Spieltage und viele wichtige Siege feierten unsere HSV-Teams an diesem Wochenende. Unsere Männer setzen sich beim schweren Auswärtsspiel in Doberan durch, unsere beiden Frauenteams feiern erneut Heimerfolge und unsere MJB kann die Siegesserie auch in Neubrandenburg ausbauen. Aber auch andere Teams waren gefordert und konnten mit tollen Auswärtssiegen aufwarten. Insgesamt gab es zehn Spiele für unsere Teams, in denen wir sieben Siege feierten. Dazu gab es auch drei Niederlagen zu verzeichnen. Dennoch wieder mal ein positives Wochenende, auf welches wir gerne gemeinsam zurückschauen.
2. Frauen – SV Einheit Demmin 27:13
Im Hinspiel noch die erste Niederlage kassiert, ließ man den Gästen aus Demmin dieses Mal absolut keine Chance. Bereits in der ersten Halbzeit machte man alles klar, als man nach zwanzig Minuten mit 12:1 führte und nur ein Gegentor zuließ. Zur Pause führte man weiterhin klar mit 16:6. Im zweiten Abschnitt schaltete man dann einen Gang zurück, verwaltete den Vorsprung und tat sich selbst in der Offensive ein wenig schwer. Doch am deutlichen Erfolg änderte dies nichts mehr.
1. Frauen – Stralsunder HV II 31:24
Derbysieger, Derbysieger, hey, hey
Im Derby gegen den Stralsunder HV 2 erwischten wir den besseren Start und erzielten die ersten beiden Treffer der Partie. In der ersten Viertelstunde entwickelte sich anschließend ein ausgeglichenes Spiel, in dem sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte.
Mit zunehmender Spieldauer fanden wir jedoch immer besser in unser Konterspiel und nutzten Ballgewinne konsequent für schnelle Tore. So konnten wir uns bis zur Halbzeit eine verdiente Führung erspielen und gingen mit einem 16:11 in die Kabine.
Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit blieb die Partie zunächst ausgeglichen. Die Stralsunderinnen kamen besser ins Spiel und verkürzten zwischenzeitlich auf 23:21. Doch davon ließen wir uns nicht aus der Ruhe bringen. Mit einer erneuten Leistungssteigerung, hohem Tempo und einer geschlossenen Mannschaftsleistung setzten wir uns wieder ab und kontrollierten das Spielgeschehen bis zum Schluss, was bei einer gut gefüllten Sporthalle Südwest so richtig Spaß machte.
Am Ende stand ein verdienter 31:24-Erfolg auf der Anzeigetafel. Dank einer starken Teamleistung feierten wir damit den zweiten Sieg in Folge. Damit gehen wir mit einem sehr guten Gefühl in die einmonatige Pause, bevor es zum Auswärtsspiel nach Pasewalk geht!
WJC – SV Fortuna Neubrandenburg 22:26
Unnötige Niederlage im wichtigen MV-Derby gegen die Gäste aus Neubrandenburg, die durch den Sieg in der Trebelstadt auf einen Punkt heranrücken. Aktuell sieht es so aus, dass der sechste Platz reicht, um die Klasse in der Regionalliga zu halten, und noch stehen dort unsere Mädels. Im Hinspiel hatte man die Gäste aus der Vier-Tore-Stadt voll im Griff, doch dieses Mal kam man überhaupt nicht in die Partie und lag früh mit 0:4 zurück, ehe Jella Lemke den ersten Treffer erzielte. In der Deckung stand man eigentlich nicht schlecht und zwang die Gäste zu schwierigen Würfen, doch diese fanden dennoch immer wieder das Ziel. Der Angriff war dieses Mal das Problem. Zu viele technische Fehler im Passspiel und viele Fehlwürfe aus guten Positionen sorgten dafür, dass man ständig einen Rückstand (4:7, 5:10) hinterherrannte und auch zur Pause mit 9:14 hinten lag. Der Start in die zweite Hälfte machte dann Mut. Man verkürzte schnell auf 11:14 und hätte bei einer besseren Chancenverwertung schon dort den Rückstand egalisieren können. Beim 15:16 war man dann endlich wieder dran und das Momentum lag eigentlich auf Grimmener Seite, doch plötzlich wieder das alte Muster. Vorn zu viele Fehler und auch in der Deckung wurde man immer löchriger, so dass Neubrandenburg wieder auf 15:20 davonzog. Davon erholten sich die Mädels nicht, auch wenn man nochmals auf 21:23 und 22:24 verkürzen konnte. Die Fehler im Angriffsspiel brachen ihnen das Genick und somit verlor man das so wichtige MV-Derby.
Stralsunder HV – WJE 33:22
Die weibliche E-Jugend trat auswärts beim Stralsunder HV an und zeigte dabei insgesamt eine starke Leistung. Zwar musste sich das Team am Ende mit 22:33 geschlagen geben, dennoch war die positive Entwicklung der Mannschaft klar erkennbar. Zur Halbzeit lag unsere WJE mit 10:16 zurück.
Von Beginn an arbeitete die Mannschaft in der Manndeckung sehr aufmerksam und machte es den Gastgeberinnen durch frühes Stören und viel Laufarbeit schwer. Auch im Angriff zeigte sich eine deutliche Steigerung: In den ersten zehn Minuten erwischten die Mädels einen richtig guten Start, spielten geschlossen als Mannschaft und konnten die Partie zunächst sogar anführen. Im weiteren Spielverlauf suchten sie weiterhin das Zusammenspiel und setzten viele der im Training erlernten Inhalte um.
Auch als Stralsund in der zweiten Halbzeit das Tempo hochhielt und den Vorsprung weiter ausbaute, ließ sich unsere Mannschaft nicht hängen und spielte engagiert bis zum Schlusspfiff weiter.
Insgesamt zeigt dieses Spiel eine klare Entwicklung. Das Trainerteam ist mit der gezeigten Leistung zufrieden und möchte am kommenden Sonntag im Spiel gegen Waren genau daran anknüpfen.
SV Grün Weiß Schwerin II – WJD I 23:29
Einen souveränen Start-Ziel-Sieg feierte unsere WJD bei der zweiten Vertretung von Grün Weiß Schwerin und sicherte sich damit nun als erstes Team die Teilnahme an der Endrunde zur Landesmeisterschaft. Dadurch, dass es nur noch fünf Spiele zu absolvieren gibt und auf dem fünften Rang Schwerin I steht und man beide Duelle für sich entscheiden konnte, ist die Teilnahme sicher. Nun möchte man in den letzten Spielen aber den Platz an der Sonne verteidigen. Und das tat man bereits am Samstag eindrucksvoll in der Landeshauptstadt. Nur in den ersten drei Minuten konnte der Gastgeber als jüngerer Jahrgang Schritt halten (2:3), danach setzten sich unsere Mädels auf 2:9 ab und führten bereits zur Pause deutlich mit 10:19. Und danach ließ man nichts weiter anbrennen und baute den Vorsprung von Minute zu Minute aus und feierte einen deutlichen Auswärtssieg in Schwerin.
Bad Doberaner SV – 1. Männer 27:29
„Das war ein ganz wichtiger Auswärtssieg, womit wir den Anschluss an die oberen Ränge halten“, war Trainer Pischke nach dem Spiel sehr erleichtert. Überhaupt war es erst der zweite Auswärtssieg der Saison bei einer heimstarken Doberaner Mannschaft, die bis dato nur gegen Schwaan zu Hause verloren hatte. Unsere Jungs waren von der ersten Minute an hellwach und präsent und ließen beim Gastgeber nur eine einzige Führung zu und das war die zum 1:0. In der Folge bestimmten unsere Jungs das Geschehen und standen auch in der Deckung sehr stabil. Einzig gegen den besten Schützen der Gastgeber hatte man lange Zeit keine Antwort parat. Thimo Steinfurth setzte sich immer wieder im Eins-Eins durch und hielt somit seine Mannschaft im Spiel. 3:6 führten unsere Jungs nach dreizehn Minuten, mussten aber beim 7:7 wieder den Ausgleich hinnehmen. Dann setzte man sich erneut auf 7:10 und sogar auf 9:13 ab. Weil Arik Tober eine starke Leistung bot und die Rechtsaußen teilweise zur Verzweiflung brachte. Der Vorsprung hielt auch beim 12:16, drei Minuten vor der Halbzeit. „Hier müssen wir uns ankreiden, die Sachen bis zur Pause nicht clever genug zu Ende gedacht zu haben. Statt mit vier Toren in die Halbzeit zu gehen, konnte der Gastgeber nochmals verkürzen. Anfang der zweiten Halbzeit waren meine Jungs mental sofort zur Stelle, doch leider treffen wir im Angriff zu viele falsche Entscheidungen. Statt den Wurf zu nehmen, spielen wir einen falschen Pass. „So, Pischke. Doberan nutzte dies clever und konnte beim 19:19 wieder den Ausgleich herstellen. Auch weil sie im Angriff mit 7:6 spielten und das sehr gut ausspielten und immer wieder den freien Mann fanden. Doch unsere Jungs blieben in dieser Phase cool, ließen keine Führung der Gastgeber zu und hatten immer wieder, über das Tempo, eine Antwort parat. Und so konnte man sich wieder in der Deckung stabilisieren. Arik Tober hielt weiterhin stark und seine Vorderleute bauten den Vorsprung auf 23:26 aus. „Meine Jungs haben diese schwere Phase gut überstanden und sind ruhig geblieben. Das einzige, was ich Ihnen ankreiden kann, ist, dass wir den Deckel nicht schon früher draufgemacht haben. Aber das ist egal. Sie haben den Vorsprung mit viel Ruhe über die Zeit gerettet und sich diesen Auswärtssieg redlich verdient. Wir haben uns nie vom Matchplan abbringen lassen und einen ganz wichtigen Sieg geholt. Nun gilt es, gegen Plau nachzulegen und weiter Druck auf die Konkurrenten aufzubauen“, so Pischke.
HC Empor Rostock II – MJC I 18:33
Einen souveränen Sieg feierte die MJC I am Wochenende bei der zweiten Vertretung von HC Empor Rostock. Dadurch bleibt man auch in Tuchfühlung zum Tabellenführer Neubrandenburg, der den Stralsunder HV besiegte. Von Beginn an stand die Deckung sehr stark und so konnte man sich bereits früh vom Gastgeber lösen (2:4, 4:11). Auch wenn Rostock bis zur Pause auf 10:15 herankam, hatten unsere Jungs jederzeit alles im Griff. Und so starte man furios in den zweiten Abschnitt und erhöhe schnell auf 11:23. Damit war die Partie nun endgültig entschieden. Doch unsere Jungs ließen nicht nach, wollten unbedingt einen deutlichen Sieg einfahren und schraubten den Vorsprung auf 14:29. Am Ende ein klarer Sieg in der Hansestadt.
JSG Neubrandenburg-Altentreptow – MJB I 20:23
Nicht schön gespielt, aber dennoch zwei Punkte eingefahren. Und das ist das Wichtigste dabei. Unsere MJB siegt im MV-Derby in der Viertore-Stadt und feiert damit den zehnten Sieg in Serie. Wahnsinnsserie, womit sie weiterhin auf dem zweiten Rang stehen und sich etwas von den Verfolgern absetzen konnten. Doch das war ein hartes Stück Arbeit. Neubrandenburg verlangte unseren Jungs alles ab, lag zwischenzeitlich sogar mit 8:7 und 10:9 in Führung, ehe unsere Mannschaft einen kleinen Zwischenspurt einlegte und zur Pause mit 11:13 führte.
Aber auch in der zweiten Halbzeit blieb es lange spannend. Mehrmals konnte man sich auf drei Tore absetzen, aber so richtig ins ruhige Fahrwasser kann man nicht. Neubrandenburg schaffte es immer wieder, auf ein bis zwei Tore zu verkürzen, doch spätestens mit dem Treffer zum 19:22 durch Fiete Mockschan war die Partie durch. Nicht schön, aber die zwei Punkte kann niemand mehr nehmen.
SG Vorpommern – MJD I 31:32
Revanche genommen für das Hinspiel, als man eigentlich alles im Griff hatte und am Ende nicht mehr das Tor traf. So ähnlich verlief die Partie auch am Sonntagnachmittag. Unsere Jungs starteten perfekt in das Spiel und führten schnell mit 2:6 und 5:11. Alle schienen auf einen entspannten Nachmittag hinzulaufen, doch plötzlich taten sich unsere Kleinen extrem schwer. Vorpommern holte Tor um Tor auf und schaffte kurz vor der Halbzeit nicht nur den Ausgleich, sondern ging selbst mit 18:17 in Front. Zur Pause stand es 18:18. Fortan entwickelte sich eine richtig spannende Partie. Der Gastgeber führte mit 20:18, ehe unsere Jungs die Partie drehten und mit 21:22 wieder in Führung gingen. Diese gab man nicht mehr. Zwang gelang dem Gastgeber mehrmals der Ausgleich, doch sie sollten nicht mehr die Führung schaffen. Zwei Minuten vor dem Ende steht es 29:32 und nun dachten alle, der Deckel ist drauf, aber man musste weiter zittern, als die SG Vorpommern nochmals auf 31:32 verkürzte. Doch man schaffte es, den Sieg über die Zeit zu retten.
HSV Insel Usedom – 2. Männer 39:29
Nichts zu holen gegen eine spielerisch starke Truppe von der Insel Usedom. Der Gastgeber war sicherlich nicht so gut besetzt, wie man es schon in einigen Partien erlebt hatte, doch die Jungs, die sie dort auf die Platte stellten, ließen unsere Jungs nicht den Hauch einer Chance. Zwar blieb man in der ersten Halbzeit immer auch in Tuchfühlung, doch so richtig ran kam man aber auch nicht. Die Insulaner bauten den Vorsprung von 9:6 auf 15:10 aus. Zur Pause blieb man aber weiter in Schlagdistanz (16:12). Dies änderte sich aber schnell mit dem Start in der zweiten Halbzeit. Der Gastgeber erhöhte auf 21:14 und wenig später auf 27:18. Damit war die Partie eine Viertelstunde vor dem Ende bereits entschieden. Es war kein richtiges Rankommen mehr, da man sich im Angriff zu viele einfache Fehler leistete, zu viele hundertprozentige liegen ließ und auch die Deckung keinen wirklichen Zugriff mehr fand. Am Ende muss man sich deutlich geschlagen geben.