Foto: Anke Hanusik

Es geht nun allmählich in die entscheidende Phase und jeder Punktverlust tut da dann schon enorm weh. So auch die knappe Niederlage unserer Männer. Unsere Frauen hingegen festigen den dritten Rang und auch die ersten Medaillen stehen nun fest. Durch den Sieg bei Narva Berlin II kann unsere MJB nicht mehr von den ersten drei Plätzen verdrängt werden. Die MJC hat sich mindestens Silber gesichert. Insgesamt waren unsere HSV-Teams am Wochenende bei elf Spielen im Einsatz. Davon konnten wir sieben gewinnen, eine Partie endete unentschieden und drei Duelle gingen verloren. Gemeinsam mit euch wollen wir auf die Spiele zurückblicken.

WJD – Fortuna Neubrandenburg 31:28

Unsere Mädels der WJD setzen ein weiteres Statement und lassen den Gästen aus Neubrandenburg im Spitzenspiel keine Chance. In dieser Partie ging es nicht nur um den ersten Platz in der Vorrunde, sondern auch darum, ein Zeichen zu setzen im Kampf um die Landesmeisterschaft. Und unsere Mädels setzten mal richtig eins. Bereits in der ersten Hälfte konnte man sich frühzeitig auf vier Tore absetzen (9:5 nach zehn Minuten) und diese bis auf 14:9 und 15:10 ausbauen. Mit einer komfortablen 15:11 ging es in die Pause. Und auch danach waren unsere Damen die bessere Mannschaft und bauten den Vorsprung auf zwischenzeitlich 25:16 und 28:19 aus. In den letzten zehn Minuten schlichen sich im Gefühl des sicheren Sieges dann doch noch ein paar Fehler ein. Doch der verdiente Sieg war nie in Gefahr, auch wenn das Ergebnis am Ende etwas knapper ausfiel. Damit steht nun fest, dass unsere Mädels als Vorrundenerster in die Endrunde gehen und dann im Halbfinale um die Landesmeisterschaft auf den Vierten treffen. Dies wäre aktuell Grün-Weiß Schwerin.

MJD II – JSG Neubrandenburg-Altentreptow II 24:20

Wichtiger Sieg im Spitzenspiel für unsere zweite Vertretung der MJD. Als Tabellenführer empfing man den Vierten von der Spielgemeinschaft, der allerdings nur zwei Punkte dahinterlag. Und es war eine spannende Partie über vierzig Minuten, in der die Gäste vor allem in der ersten Halbzeit etwas die Nase vorn hatten und nicht unverdient mit 12:14 führten. Doch im zweiten Abschnitt drehten unsere Jungs auf. Ließen in der Deckung nur noch sechs Gegentreffer zu und konnten somit die Partie drehen und am Ende für sich entscheiden. Damit bleibt man weiterhin Tabellenführer und konnte einen Verfolger distanzieren. Noch sind allerdings vier Partien zu absolvieren und bereits nächste Woche kommt der Zweite aus Greifswald angereist.

MJD I – Plauer SV 32:37

Leider gab es im wichtigen Spiel um den vierten Platz einen Dämpfer und im achten Spiel mal wieder eine Niederlage. Wie bereits im Hinspiel musste man auf Arik Schuhknecht und ein paar weitere Spieler verzichten und somit ging man ersatzgeschwächt in die Partie. Davon war lange Zeit nichts zu merken und unsere Jungs spielten einen guten Ball. Leider vergab man zu viele 100-%-Chancen kurz vor der Pause, so dass man nur mit einer knappen 17:16-Führung in die Halbzeit ging. Den Beginn des zweiten Abschnitts verschlief man, weil man in Deckung meist einen Schritt zu spät war. Plau konnte die Führung erkämpfen und sich auf 19:23 und wenig später auf 20:25 absetzen. Doch unsere Jungs kämpften unermüdlich weiter und waren beim 24:26 wieder dran. Bis zum 28:30 konnte man noch auf die Wende hoffen, doch spätestens beim 29:34 war die Vorentscheidung gefallen. Damit hat man kaum noch Chancen auf den vierten Rang, zumal ein weiterer Anwärter mit Stralsund beim Doppelspieltag in Schwerin eine Partie gegen den Tabellenführer gewann.

MJC I – Stralsunder HV 37:24

Eindrucksvoll sicherten sich unsere Jungs der MJC nicht nur den Heimerfolg, sondern auch den zweiten Platz in der Oberliga MV. Mehr ist sogar noch möglich, doch dazu müsste man deutlich beim Tabellenführer gewinnen. Gegen Stralsund legte man los wie die Feuerwehr. Über eine starke Deckung und viel Tempo lag man schnell mit 4:1 und nach zehn Minuten mit 9:3 in Front. In der Folge kamen die Gäste besser in die Partie, konnten aber nur marginal verkürzen (16:11). Zur Pause lag man bereits 18:11 in Front. Im zweiten Abschnitt ließ man nicht nach und ließ den Gästen nicht den Hauch einer Chance. Innerhalb von zwölf Minuten erhöhte man den Vorsprung auf 30:15 und steuerte auf einen deutlichen und ungefährdeten Sieg zu.

MJB II – JSG Neubrandenburg-Altentreptow II 29:28

Endlich war es so weit und die Jungs haben sich für eine couragierte Leistung mit den ersten zwei Punkten der Saison belohnt. Gingen viele Spiele immer mit einem oder zwei Toren verloren, so dreht man dieses Mal den Spieß um und sichert sich den knappen Erfolg. In einer spannenden Anfangsphase lagen die Gäste ständig mit einem Treffer vorn, ehe unsere Jungs das Ruder beim 8:7 herumrissen und fortan das Spiel bestimmten. Soweit, dass man die Führung bis auf 14:11 und 16:12 ausbauen konnte und auch zur Pause noch mit 17:13 vorne lag. Auch Anfang der zweiten Halbzeit hatte man alles im Griff und konnte die Führung sogar auf 22:17 ausbauen. Doch eine kleine Schwächephase zwischen der dreißigsten und der vierzigsten Minute brachte die Gäste wieder in die Partie, als sie zum 23:23 ausgleichen konnte. Doch nach einer Auszeit erholten sich unsere Jungs und gingen wieder mit 26:23 in Front. Und diesen Vorsprung sicherte man sich bis in die letzten Minuten und konnte den Sieg knapp einfahren.

1. Männer – Mecklenburger Stiere Schwerin II 33:34

Das hatte man sich im Grimmener Lager anders vorgestellt und eigentlich wollte man im Kampf um den dritten Rang nochmals angreifen, doch leider verlor man sein Heimspiel gegen die jungen Gäste aus Schwerin knapp mit einem Tor.   „Wir haben ein temporeiches und spannendes Spiel gesehen, leider mit dem falschen Ende für uns. Dabei verlief der Start in die erste Halbzeit gut, doch die Gäste übernahmen schnell das Zepter und wir rannten einen Rückstand hinterher, da unsere Fehlwürfe von den Gästen gnadenlos bestraft wurden.“ so Pischke. 4:2 führten unsere Jungs zu Beginn der Partie, ehe die Gäste mit viel Tempo zurückschlugen, selbst in Front gingen und ihre Führung auf 5:9 (10. Min) ausbauten Schwerin hielt den Vorsprung, auch wenn unsere Jungs zwischenzeitlich auf 12:13 verkürzen konnten. Danach enteilten sie erneut auf 12:16 und die letzten fünf Minuten vor der Pause brachen an. Unsere Männer stabilisierten sich nun und konnten tatsächlich mit einem 5:0-Lauf die Partie drehen. Zur Pause stand es 17:17. Und die zweite Hälfte sollte nicht weniger spannend bleiben. Fortan schaffte es keine Mannschaft, sich mehr als auf zwei Tore abzusetzen. Eher wechselte die Führung ständig hin und her. Mal lagen die Stiere in Front (20:21), dann wieder unsere Jungs (22:21), dann wieder die Stiere (24:26 und 25:27), dann wieder unser Team beim 28:27. „Mit diesem Vorsprung brachen die letzten zehn Minuten an und hier verpassten wir es, mal auf zwei oder drei Tore wegzugehen. Schwerin nutzte dies, ging wieder in Führung und gab diese nicht mehr her. Wir mussten in dieser Phase einiges riskieren, haben dabei aber zu viele Fehler gemacht, die die Gäste weiterhin ausnutzten“, so Trainer Pischke. Am Ende retteten die Stiere den Erfolg über die Zeit und feierten einen wichtigen Sieg, den man gerne in Grimmen gesehen hätte. Hängende Köpfe bei unserem Team. „Es wäre natürlich mehr drin gewesen, aber nun heißt es, im Training wieder eine Schippe mehr draufzulegen, dann kommt der Erfolg auch wieder zurück. Nächste Woche geht es zum Tabellenführer nach Ribnitz und da haben wir nichts zu verlieren, da die Rollen klar verteilt sind“, so Pischke.

MJE II – HSV Waren 32:20

Einen wichtigen Sieg im Kampf um den dritten Platz sicherte sich unsere zweite Vertretung der MJE in der Meisterrunde. Platz 1 ist fest und geht an Neubrandenburg I. Platz 2 sichert sich unsere erste Vertretung und dahinter kämpfen drei Teams um den dritten Platz. Im Spiel gegen Waren ging es darum, die Pflichtaufgabe zu erfüllen, und das absolvierten die Jungs mit Bravour, auch wenn in der Deckung nicht alles rund lief. Man startete gut in die Partie, führte schnell mit 8:1, ehe die Gäste besser in das Spiel fanden. Zur Pause lag man dennoch deutlich mit 18:8 vorn. In der zweiten Halbzeit fielen die Tore nun im Minutentakt auf beiden Seiten. Waren spielte nun weiterhin gut mit und unsere Jungs ließen nichts mehr anbrennen. Somit sicherte man sich einen klaren und verdienten Sieg und fiebert dem wichtigen Duell gegen Stavenhagen entgegen.

WJC I – SV Grün Weiß Schwerin 24:31

Deutliche Niederlage, obwohl man in der ersten Halbzeit noch auf Augenhöhe mit den Gästen war. Lag es an dem Spiel einen Tag zuvor als WJB II oder doch an der Stärke der Gäste? Das lässt sich nur schwer sagen. Dabei kam man gut in die Partie und lag zu Beginn mit 3:2 in Front. Danach übernahmen die Schweriner Mädels das Zepter und gingen mit 3:4 in Führung und bauten diese auf 6:10 aus. Doch dann merkten unsere Mädels, dass hier doch was gehen kann. In den letzten Minuten bis zur Pause ließ man nur einen weiteren Gegentreffer zu und konnte kurz vor der Pause zum 11:11 ausgleichen. Doch der Start in die zweite Hälfte missglückte komplett. Schnell sah man sich einem 12:17-Rückstand entgegen, weil man in der Defensive einfach nicht präsent genug war und oft einen Schritt zu spät. Das nutzten die spielstarken Gäste und bauten ihren Vorsprung auf 14:21 aus. Die Fehler häuften sich, so dass man es nicht mehr schaffte der Partie wieder etwas Spannung zu geben. Dafür machte man weiterhin zu viele Fehler im Aufbau und ließ viele klare Chancen liegen. Am Ende sicherten sich die Gäste zwei Punkte. Nun gilt es, den Fokus auf das nächste Spiel zu legen. Dann geht’s zum Schlusslicht nach Rostock und dort will man unbedingt die beiden Punkte einfahren.

1. Frauen – Pasewalker HV 37:19

Nach dem deutlichen Sieg in der vergangenen Woche stand nun das Rückspiel gegen den Pasewalker HV an. Für Pasewalk war die Motivation groß, sich für die Niederlage zu revanchieren. Uns war allerdings ebenso klar, dass wir an die gute Leistung aus dem letzten Spiel anknüpfen und es diesmal noch besser machen wollten.

Der Start in die Partie verlief jedoch zunächst erneut etwas holprig. Beide Teams fanden nur schwer ins Spiel, sodass die Anfangsphase recht torarm blieb. Nach einigen Minuten konnten wir jedoch zunehmend unser Tempo und unsere Struktur im Angriff aufziehen. Auch in der Abwehr standen wir stabiler, wodurch wir uns Stück für Stück absetzen konnten. Mit zunehmender Spielzeit gelang es uns immer besser, einfache Tore über Gegenstöße und den Positionsangriff zu erzielen. So bauten wir unseren Vorsprung kontinuierlich aus und gingen schließlich mit einer deutlichen 21:6-Führung in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit ließ unsere Konzentration allerdings etwas nach. In der Abwehr agierten wir teilweise zu unsauber und auch im Angriff fehlte es phasenweise an Durchschlagskraft und klaren Abschlüssen. Dadurch konnte Pasewalk den Rückstand etwas verkürzen und näher herankommen. Trotz dieser Phase behielten wir insgesamt die Kontrolle über das Spiel. Als geschlossene Mannschaft fanden wir wieder besser in unseren Rhythmus zurück und brachten die Partie schließlich souverän zu Ende.  Am Ende stand ein klarer 37:19-Erfolg, mit dem wir das Rückspiel verdient für uns entscheiden konnten. 

Jetzt heißt es: volle Konzentration auf nächstes Wochenende!

 SG Lützow II – WJB II 26:26

Erster Punktgewinn in der Endrunde um die Landesmeisterschaft beim Gastspiel in Lützow. Als reiner jüngerer Jahrgang (WJC) qualifizierte man sich dafür und trifft nun auf starke Konkurrenz, wenn man nur die ersten Spieltage betrachtet. Nach der langen Anreise benötigt man etwas Anlaufzeit in Lützow, um in das Spiel zu kommen. Nach dem 5:3-Rückstand drehte man die Partie und riss nun das Spiel an sich. Tor um Tor setzte man sich ab und lag bereits zur Pause mit 13:17 in Front. Diese Führung konnte man in den ersten fünf Minuten noch verwalten (17:20), doch dann drehte sich erneut die Partie. Unsere Mädels haderten mit ihrem Spiel, den vergebenen Chancen und auch etwas mit dem Schiedsrichter. Zehn Minuten lang gelang nur ein Treffer, während Lützow im Gegenzug siebenmal traf und sich auf 24:21 absetzte. Sieben Minuten vor dem Ende führte der Gastgeber immer noch mit 26:23. Unsere Mädels schalteten nochmal einen Gang höher, ließen hinten nichts mehr zu und erkämpften sich noch den Punktgewinn.

SG Narva Berlin II – MJB I 27:30

Nach zwei Niederlagen in Folge gelingt den Jungs der MJB wieder ein Erfolg beim Gastspiel in Berlin. Und dieser war enorm wichtig nach den Spielen letztes Wochenende und unter der Woche. Denn durch den Erfolg ist man aus den Medaillenrängen nicht mehr zu verdrängen. Nach dem Aufstieg ein starker Erfolg für die Jungs. Doch auch diese Partie war ein hartes Stück Arbeit, bis der Sieg unter Dach und Fach war. Wie so oft in den Partien brauchten unsere Jungs etwas, um in die Partie zu kommen. Zwar lag man in den ersten Minuten immer mit einem Treffer in Front, doch beim 6:5 konnte der Gastgeber aus Berlin selbst die Führung übernehmen. Allerdings sollte es die letzte im gesamten Spiel bleiben. Danach übernahmen unsere Jungs das Spiel und legten zum 7:10 vor. Narva II schaffte nochmal den Ausgleich, doch zur Pause lagen unsere Männer mit 12:15 in Front. Doch wie so oft kam nicht wirklich Ruhe in das Spiel und man selbst brachte den Gastgeber durch eigene Fehler wieder in das Spiel zurück. Beim 15:16 gelang Narva II der Anschluss und beim 19:19 wieder der Ausgleich. Man machte die Partie wieder unnötig spannend. Zwar legte man immer wieder vor, so auch beim 21:24, aber erneut schaffte es die Berliner, zum 24:25 zu verkürzen. Zum Glück ließ man aber nicht mehr zu und man konnte Narva immer am Ausgleich hindern und im entscheidenden Moment wieder auf drei Tore stellen (26:29) und dementsprechend einen wichtigen Auswärtssieg feiern, der bekanntlich eine Medaille mit sich bringt.