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Starke Phasen, bittere Schlusssekunden
HSV Grimmen 1992 – SV Fortuna 50 Neubrandenburg 23:23 (13:10)
„Und täglich grüßt das Murmeltier“ – diesen Gedanken könnte man nach dem erneuten Unentschieden durchaus haben. Doch die letzten beiden Heimspiele lassen sich nur bedingt miteinander vergleichen. Gegen den SV Fortuna 50 Neubrandenburg zeigte unsere Mannschaft über weite Strecken eine starke Defensivleistung, belohnte sich am Ende aber erneut nicht mit dem erhofften doppelten Punktgewinn.
Von Beginn an präsentierten sich unsere Jungs mit einer konzentrierten Abwehrarbeit. Die Mannschaft stand kompakt, machte es den Gästen schwer, zu klaren Torchancen zu kommen, und konnte sich dadurch im Angriff zunehmend absetzen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gelang es unserem Team, einen deutlichen Vorsprung herauszuspielen (13:6). Die Grundlage dafür war eine starke Defensive, die Sicherheit gab und erfolgreiche Angriffsaktionen ermöglichte.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit schlichen sich allerdings erste Unkonzentriertheiten ins Angriffsspiel ein. Neubrandenburg nutzte diese Phase, um den Rückstand bis zur Pause auf 13:10 zu verkürzen. Trainer Tim Pischke analysierte nach der Partie: „Wenn wir uns noch mehr auf unsere eigene Linie konzentrieren, können wir auch mehr Profit aus dem gegnerischen 7 gegen 6 schlagen. Besonders ärgerlich: Gleich drei bis vier Würfe verfehlten das leere Tor noch vor der Pause“.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte unsere Mannschaft gute Ansätze und konnte den Vorsprung zwischenzeitlich wieder ausbauen (18:13). Doch mit zunehmender Spieldauer gelang es unseren Jungs immer weniger, ihre Möglichkeiten konsequent zu nutzen. Der Neubrandenburger Keeper konnte sich immer mehr auszeichnen. So schmolz der Vorsprung nach und nach. Die Gäste blieben hartnäckig und kämpften sich Tor um Tor heran. Während unsere Mannschaft gute Ansätze zeigte, fehlte in entscheidenden Momenten die nötige Konsequenz im Abschluss.
Die letzten Minuten hatten es schließlich noch einmal in sich. In einer zunehmend hektischen Schlussphase kämpften beide Mannschaften um den Sieg. Unser Team suchte dabei teilweise zu früh die Entscheidung und gab den Gästen dadurch noch einmal die Möglichkeit, selbst auf den Sieg zu gehen.
Tim Pischke fasste diese Phase treffend zusammen: „Statt den Siegtreffer zu erzielen, suchen wir zu zeitig die Entscheidung, sodass Neubrandenburg ebenso die Chance auf den Sieg hatte.“
Nach einem erneuten Ballverlust der Neubrandenburger ergab sich für unsere Jungs noch einmal eine Möglichkeit. Allerdings fehlte die entscheidende Sekunde, sodass der letzte Treffer der Partie leider nicht mehr zählte. Damit musste sich unsere Mannschaft am Ende mit dem Unentschieden zufriedengeben – ein Ergebnis, das angesichts der gezeigten Leistung und der zwischenzeitlichen Führung besonders bitter ist.
Nach dem Abpfiff blieb eine Mischung aus Enttäuschung über den verpassten Sieg und Zuversicht für die kommenden Aufgaben. Denn unsere Mannschaft hat erneut gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Vor allem die starke Abwehrarbeit und die überzeugenden Phasen im Angriff machen Mut.
„Was möglich ist, zeigen die Jungs in gewissen Phasen“, betonte Tim Pischke. Entscheidend werde nun sein, diese guten bis sehr guten Phasen über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten und in den entscheidenden Situationen die Ruhe zu bewahren.
Die Entwicklung unserer Mannschaft steht weiterhin im Mittelpunkt. Auch wenn der erste doppelte Punktgewinn noch auf sich warten lässt, stimmen die gezeigten Leistungen in vielen Abschnitten positiv. Jetzt gilt es, aus den knappen Spielen die richtigen Lehren zu ziehen, weiter als Team zusammenzuwachsen und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen.
Trainer Tim Pischke blickt deshalb optimistisch nach vorn: „Wir gehen weiter unseren Weg, die Jungs werden sich weiterentwickeln und dann kommen auch bald die ersten zwei Punkte. Ganz sicher.“
Daran gilt es anzuknüpfen – mit einer stabilen Abwehr, mehr Konsequenz im Abschluss und dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Die nächsten Chancen kommen. Und dann soll aus den starken Phasen endlich der erste doppelte Punktgewinn werden.
HSV Wildau – MJB 19:21
Mit einem 21:19-Auswärtssieg kehrte die männliche Jugend B aus Wildau zurück. Trotz dezimiertem Kader zeigte das Team nach der Niederlage in der Vorwoche eine engagierte Leistung und sicherte sich verdient die zwei Punkte.
Vor allem defensiv standen die Grimmener Jungs stabil. Ungewöhnlich wurde es kurz vor der Pause: Fast acht Minuten lang fiel auf beiden Seiten kein einziger Treffer. In der Offensive blieb dagegen Luft nach oben – zu viele Chancen blieben ungenutzt.
Coach Soós zog dennoch ein positives Fazit: „21 Tore sind zu wenig. An unserer Chancenverwertung müssen wir definitiv weiterarbeiten. Insgesamt war das aber zufriedenstellend. Wir sind in einem Lernprozess und werden Schritt für Schritt besser.“
Sein Fazit zum Spiel: „Über die gesamte Spielzeit waren wir die bessere Mannschaft und haben uns die zwei Punkte verdient.“
Ein großes Dankeschön geht an die mitgereisten Fans für die Unterstützung in Wildau!