Foto Anke Hanusik

Der Prager Handballcup ist nun schon wieder drei Wochen her und wir wollen gerne nochmals einen Rückblick über das gesamte Turnier geben. Traditionell geht es immer für viele Teams über Ostern nach Prag. Dieses Mal waren wir mit sechs Teams und dazu noch einer WJB aus Loitz und insgesamt 195 Leuten in der goldenen Stadt vertreten, die sich den unterschiedlichen Herausforderungen stellten und sicherlich nicht nur negative Ergebnisse, sondern viele positive Erlebnisse mit nach Hause genommen haben. Andere Gegner, andere Länder, unterschiedliche Spielweise und vor allem der Zusammenhalt innerhalb des Vereines und der Teams sind da nur einige Beispiele. Jedes Team hat nochmal seine Erlebnisse und das Turnier Revue passieren lassen und gibt uns Einblicke in den Prager Handballcup.

MJE

Im letzten Jahr noch im Finale des B-Pokals knapp an den Gastgebern Dukla Prag gescheitert, war das Glück dieses Mal auf unserer Seite und die Jungs der MJE sicherten sich im Siebenmeterwerfen den B-Pokal gegen Krems Langenlois aus Österreich. Doch bis dahin lief nicht immer alles gut.

Am Freitag begann das Turnier für elf Jungs mit einem souveränen Sieg über die tschechische Mannschaft aus Jičín Man kam gut ins Turnier und man hoffte auf den Einzug in den A-Pokal. Doch die weiteren Spiele zeigten, dass dieser Weg ein steiniger wird. Gegen den Gastgeber Dukla Prag zeigte man eine couragierte Leistung, musste sich dennoch knapp geschlagen geben (15:17). Dann ging es gegen die nächste Tschechische Mannschaft aus Koprivnice. Eigentlich eine Truppe, die man hätte schlagen können, doch gegen die defensiv starke Truppe, fand man leider kaum Mittel und musste sich mit 12:15 geschlagen geben. Am Ende zog diese Mannschaft sogar in das Finale ein.

Wenn man noch die A-Runde erreichen wollte, musste man am Samstag alle Spiele gewinnen. Und gleich zum Auftakt ging es gegen den aktuellen Tabellenführer aus Kroatien, den MRK Ploče Eine körperliche Truppe und auch hier wieder eine knappe Niederlage (12:14). Spiel zwei an dem Tag gewann man dann ohne Probleme gegen die Truppe aus Tschechien (Dolní Čermná 25:8). Doch bereits jetzt stand fest: Den A-Pokal wird man nicht mehr erreichen und so verlor man auch noch das letzte Spiel gegen die Letten aus Ulbroka mit 12:11. Man merkte uns eben an, dass wir gegen Mannschaften, die sehr defensiv standen, kein Durchkommen fanden.

Am Sonntag ging es also als Vierter im B-Pokal weiter und nun Beginn die Erfolgsgeschichte. Erst schlug man die Tschechen von Praha Vrsovice locker mit 21:10 und dann ließ man auch die Dänen aus Helsine im Viertelfinale keine Chance (27:12). Damit zog man erneut in das Halbfinale ein und musste Montag noch antreten. Da alle anderen HSV-Teams leider am Sonntag schon ausgeschieden waren, machten sich eine Riesen Fanschar in die Halle Strasnice und unterstütztre unsere Jungs. Wahnsinn. Beflügelt von den eigenen Fans, bezwang man die Truppe von Handball Uvaly aus Tschechien ebenfalls souverän mit 21:14 und stand erneut im Finale des B-Pokals. Wahnsinn. Und dort traf man auf eine starke Österreichische Truppe. In einem spannenden Spiel, hatten man kurz vor Schluss mehrmals Glück, als die der Gegner erst übertrat und dann frei nur den Pfosten traf. Damit endetet die Partie unentschieden und das Siebenmeterwerfen musste entscheiden. Am Ende hatten unsere Jungs das Glück des tüchtigen und sicherte sich den B-Pokal. Was für ein Erfolg. Nach den ersten Tagen sah es nicht so gut aus, doch die Jungs haben sich immer mehr gesteigert und die Trainer sind sehr stolz darauf. Nun hofft man, dass man diese Erfahrungen auch in die nächsten Wochen einbringt und so noch einiges erreichen kann.

Team: Yarob Aldebsawi, Lenny Meyer, Max Jahns, Marten Havemann, Revan Poll, Michel Blömer, Linus Voß, Enno Haß, Karlo Oppermann, Thies Mockschan, Maximillian Rosner

Trainer: Joachim Kalski, Manuel Abe

MJD unter den besten 16 Mannschaften beim Prager Handball-Cup 2026

Für dieses Jahr hatten sich 115 Mannschaften aus 15 Nationen für das Turnier in der männlichen D-Jugend angemeldet. Gespielt wurde in 19 Gruppen, wobei es die MJD des HSV in der Gruppe 5, mit 3 Mannschaften aus Tschechien, sowie je 1 Mannschaft aus der Slowakei und Kroatien aufnehmen musste. Die Jungs der MJD wurden von Charlott Brode unterstützt, da ihre eigentliche Mannschaft der WJD dieses Jahr nicht in Prag antreten konnte.  Am Karfreitag standen 3 Spiele auf dem Tagesplan. Allesamt gegen die tschechischen Teams. Im ersten Spiel gegen Liberec Handball galt es, ein Gefühl für das Turnier zu bekommen und sich zu finden. Auf beiden Seiten war es anfänglich ein Abtasten mit vielen Einzelaktionen. Nach 2 Minuten führten wir bereits 3:1, ehe eine Minute später der Ausgleich fiel. Ab der 5. Spielminute trafen dann Eirik Petereit und Justus Näther mehrfach hintereinander, so dass eine 4-Tore-Führung herausgespielt werden konnte. Mit diesem Polster im Rücken wurde munter durch gewechselt, sodass alle Spielanteile erhielten. Die Führung konnte bis zur 20. Minute auf 20:6 ausgebaut werden. Nun leistete sich der HSV ein paar unnötige Würfe, welche nicht das Ziel fanden. Diese Phase nutzten die Jungs aus Liberec, um wieder ein wenig heranzukommen. Doch beim 20:12 brachte eine Umstellung der Abwehr wieder Stabilität ins Spiel und so konnte das Konterspiel wieder aufgenommen werden. Mit der Schlusssekunde wurde dem HSV noch ein direkter Freiwurf auf der halbrechten Position zugesprochen. Alles auf der Platte anwesenden sagten: „Leg einfach ab!“. Aber Arik Schuhknecht zeigte es allen und warf den Freiwurf über des gegnerischen Torhüters Kopf hinweg, unter die Latte ins Tor. Ein Riesenjubel bei den Eltern brach aus. Das Spiel endete 25:16 und der erste Sieg war verbucht. Die Freude darüber war allen anwesenden Spielern und Eltern ins Gesicht geschrieben. Da alle Mannschaften der Gruppe an diesem Tag in der Sporthalle gegeneinander spielten, konnten sich alle Mannschaften unsere Stärken ansehen, aber auch wir konnten einen Einblick gewinnen, wie stark die anderen Gegner sind. Drei Stunden später wurde das zweite Spiel des Tages gegen HK Invancicé angepfiffen. Den vermutlich stärksten Gegner des ersten Tages. Diese hatten sich Arik Schuhknecht und Justus Näther als Spielmacher ausgemacht und durch eine offensive 4:2-Deckung versucht, beide aus dem Spiel zu nehmen. Die klappte nicht so wie gewünscht. Beide konnten ihre Außenspieler Erik Petereit und Jonte Havemann und später die eingewechselten Lenny Lenter und Charlott Brode immer wieder in Szene setzen und so zu Torerfolgen kommen. Das Spiel war wie vermutet eng. Grimmen konnte sich immer auf 2 oder 3 Tore absetzen, Ivancic zog im nächsten Angriff nach. Nun stellte der Gegner auf eine 3:3-Abwehr um. Dies spielte uns in die Karten. Hier zeigte Carl Schnepel am Kreis sein Können und konnte mehrere gute Sperren für den Aufbau stellen und auch selbst den Torerfolg bejubeln. Ab der 20. Spielminute setzte sich der HSV auf 5 Tore (17:12) ab. Mit dieser Führung kam wieder mehr Sicherheit ins Spiel. Die Trainer nutzen diesen Vorsprung, um allen Spielern Anteile geben zu können und Pausen zu ermöglichen. Das Beeindruckende an diesem Spiel waren die Lösungen, welche die Jungs und Mädels präsentierten, als der Gegner das Abwehrsystem änderte. Egal welches Abwehrsystem HK Invancicé probierte, ob Manndeckung, 3:3, 4:2 oder auch 6:0, Grimmen hatte immer eine Lösung parat. Dies brachte den Gegner und auch die gegnerische Trainerbank sichtlich zur Verzweiflung. Selbst der Versuch des Gegners, ein angeblich nicht gezähltes Tor nachtragen zu lassen, brachte die Mannschaft und zum Glück auch das Kampfgericht nicht aus der Ruhe. Das Spiel endete 24:21 für den HSV. Das Trainerteam war erstaunt und begeistert über die Lösungsansätze und bestärkte das Team, genau dort in den weiteren Spielen anzusetzen. Nach einer längeren Pause ging es um 19:20 Uhr in das letzte Spiel des Tages gegen den späteren Gruppenletzten vom TJ AS Mladá Boleslav. Das Spiel begann und nach ein paar Sekunden konnte sich der beste Spieler des Gegners erstmals auszeichnen. Ein kurzes Schütteln und jetzt nahm die Mannschaft Fahrt auf. Nach 7 Minuten führte die MJD bereits 10:2 und es schien nicht so, als wollten sie an dem Tempo etwas ändern. Fast alle Spieler konnten sich in den ersten 15 Minuten in die Torschützenliste einfügen und so die zwischenzeitliche 15:5-Führung erspielen. Beim Stand von 15:7 wurde die Halbzeit beendet. Für die zweite Hälfte stand das Motto fest. Führung behaupten und ein wenig mit den Kräften haushalten. Jacob Ringenberg, Lennart Reh und Lenny Lenter bauten kurz nach Anpfiff die Führung sogar noch aus (18:7). Danach war es ein munteres Auf und Ab. Die Spieler nutzten die Führung zum Probieren von Kombinationen und die Trainer nutzten die Phase zum Probieren von Angriffsvarianten. Da auch dieser Gegner Mädchen in ihrem Team hatte, kam es auf der Außenposition zu einem Mädchenduell, welches Charlott Brode sowohl in der Abwehr als auch im Angriff für sich entscheiden konnte. Am Ende des Tages konnte auch das dritte Spiel mit 24:15 siegreich gestaltet werden. Was ein Start in das Turnier. Damit hatte vorher keiner gerechnet. Umso ausgelassener und positiver war die Stimmung bei allen Anwesenden. Die Trainer zeigten sich zufrieden mit dem ersten Turniertag. Reinkommen war die Devise, aber was daraus entstand, war einfach so nicht zu erwarten.

Der zweite Tag des Turnieres warf seine Schatten voraus. Die beiden letzten Spiele der Gruppe sollten sich wie bereits vermutet, als die schwierigsten der Gruppe herausstellen. Im ersten Spiel ging es gegen die Slowakische Mannschaft von HK Bojnice. Der Gegner hatte sich die anderen Spiele angeschaut und versucht, mit einer kompakten 6:0-Deckung und einer gesunden Härte dem Grimmener Spiel entgegenzuwirken. Doch der Aufbau um Noah Seidel, Arik Schuhknecht und Lennart Reh konnte immer wieder das Anspiel an den Kreis durchbringen und so zu Torerfolgen kommen. In der Abwehr war es nun auch eine ganz andere Situation, als den Tag zuvor. HK Bojnice bespielte schneller und gezielter die Lücken in der 1:5 Abwehr der Grimmener an. Hier hieß es nun, die Abwehr zu stabilisieren und mit der gleichen gesunden Härte entgegenzuwirken. Nach gespielten 4:40 Minuten gab es die erste 2-Minuten-Strafe für den HSV. Diese Unterzahl konnte aber sehr gut verteidigt werden und sogar eine 2 Tore Führung erzielt werden. Die Mannschaften schenkten sich nichts und gingen konsequent dorthin, wo es auch mal weh tun kann. Bei 7:7 nach 12 Minuten stellten die Trainer den eigenen Aufbau um, damit auch der Gegner sich mit einer anderen Angriffsvariante auseinandersetzen musste. Dies zeigte Wirkung und der HSV konnte sich wieder auf zwei Tore absetzen. Zur Halbzeit führt man mit 9:8 und der Appell der Trainer war, nicht mit der defensiven Leistung aufzuhören und dadurch mit Hilfe der Konter zu einfachen Toren zu gelangen. Halbzeit zwei begann und das besprochene wurde super umgesetzt. Jonte Havemann machte mal wieder das, was er die anderen Spiele auch schon tat. Er umkurvte seinen gegnerischen Außen und traf zur ersten Drei-Tore-Führung. Nun merkte man auf dem Feld, dass diese Abwehr auch Kraft kostet. Gezieltes Wechseln sollte die Lösung bringen. Durch das Wechseln kamen die Gegner nun allerdings auch mal durch die entstehenden Lücken und so spielte der HSV kurzzeitig mit zwei Mann Unterzahl. Aber der Wille war da und es wurde super nach außen verschoben und der Ball konnte so von Claas Cornils im Tor gehalten werden. Am Ende ging auch dem Gegner die Luft aus und unsere Mannschaft konnte das Spiel mit 20:13 für sich gewinnen. Ein Wahnsinn, was die Spieler bis hierhin gezeigt haben. Durch den Sieg waren sie sicher im A-Pokal und damit besser platziert, als es alle für möglich gehalten hatten.  Für das letzte Spiel mussten die Spieler durch die Trainer eindeutige Worte erfahren. Es hieß im letzten Spiel: „Erster gegen Zweiter“. Die Gruppenphase als Erster zu beenden, war an diesem Samstag gleich zweimal wichtig. Zum einen wäre man als Gruppenerster sicher in der Runde der letzten 32 Mannschaften und könnte die Zwischenrunde mit einem Spiel mehr umgehen. Und zum anderen ging es hier um die Regeneration Bei einem Sieg würde am Sonntag erst um 12:55 Uhr das erste KO-Spiel angepfiffen. Bei einer Niederlage und somit als Gruppenzweiter wäre die Anwurfzeit 08:15 Uhr gewesen. Und dies mit einem Spiel mehr in den Knochen, um unter die besten 32 Mannschaften zu kommen. Das Ziel war also klar und die Spieler zeigten dies auch unmittelbar vor dem Spiel durch ihre Körpersprache. Aber auch der Gegner im Spiel um den Gruppensieg, die kroatische Mannschaft von RK Dubrava, wollte sich diesen Vorteil sichern. Das Spiel begann ohne langes Abtasten. Dubrava ging in Führung und Grimmen glich aus. Eine frühe 2-Minuten-Strafe in der 4. Minute nutzte der Gegner aus, um bis zur 7. Minute auf 4:2 wegzuziehen. Aber die Moral auch im Rückstand befindend, stimmte und in den nächsten 5 Minuten ließen die Grimmener keinen Treffer zu. Timo Peters im Tor konnte sich hier zweimal bei Würfen aus dem Rückraum auszeichnen und so der Mannschaft den Rücken stärken. In dieser Phase war es erneut der Aufbau um Justus Näther, Arik Schuhknecht und Noah Seidel, der die Mannschaft aus einem 2:4-Rückstand in eine 6:4-Führung werfen konnte. Der Vorsprung konnte in den folgenden Minuten sogar noch auf 9:5 erhöht werden. Bei einem Stand von 7:10 konnte die Halbzeit für eine kleine Verschnaufpause sorgen. Ab jetzt ging es wieder hin und her. Grimmen baute die Führung auf drei Tore aus und Dubrava verkürzte durch eine sehr schnelle Mitte immer wieder auf zwei Tore. Durch einen Doppelschlag konnte zwischenzeitlich wieder eine Vier-Tore-Führung erzielt werden. Aber Dubrava gab sich nicht auf und rannte immer wieder gegen unsere nun etwas defensivere Deckung an. Dies zeigte Wirkung. Nach einer Zeitstrafe verkürzten sie auf 14:16 und waren wieder in greifbarer Nähe. Ab der 25. Minute begann die brenzlige Phase des Spieles. Beim Stand von 17:14 für Grimmen erhielten mit Justus Näther und Lennart Reh gleich zwei Spieler des Aufbaus eine Zeitstrafe. Dubrava kam wieder auf 18:16 heran. Die beiden Zeitstrafen sorgten auch beim Kampfgericht für Verwirrung. Nachdem Justus wieder auf die Platte durfte, wusste keiner, zu welcher Zeit wir denn wieder komplett auffüllen können, da es keine Notiz hierüber gab. Das Trainerteam war froh, diese Phase fast glimpflich überstanden zu haben. Die Abwehr war an diesem Tag einfach ein Bollwerk und konnte in dieser Phase alle Bemühungen der Gegner abwehren. Als dann Dubrava ihrerseits in der 28. Spielminute eine Zeitstrafe erhielt und wir somit bis zum Ende in Überzahl spielten, fiel bei allen auf der Bank eine riesige Last von den Schultern. Zwei eigene Treffer während der letzten Minuten sowie ein Gegentor änderten nichts mehr an der Führung. Die MJD war völlig überraschend Gruppenerster und stand somit in der Runde der besten 32 Teams. Die Halle stand Kopf, denn auch die anderen deutschen Teams wie der Radeberger SV feuerten unsere Mannschaft in diesem Spiel kräftig an.

Der Gegner für das nächste Spiel musste erst am Morgen des Ostersonntags ermittelt werden. Hier setzte sich Ulbroka Sk aus Lettland überraschend gegen die Slowakischen Jungs vom HK Agro Topolcany durch. Somit war klar, dass dieses Spiel für uns kein leichtes werden wird. Topolcany und auch Ulbroka wurden jeweils Zweite in ihren starken Gruppen. Aber im Gefühl, bisher nichts verloren zu haben, und im Wissen, dass jedes Spiel fortan ein Bonus ist, war unsere Mannschaft guter Dinge, es bis unter die besten 16 Mannschaften schaffen zu können. Die Trainer gaben den Spielern lediglich mit auf dem Weg, dass der Spaß am Spiel und Kampf, sowie die bisherige Geschlossenheit durchaus für das erreichen des Zieles reichen kann. Der bisherige Erfolg der MJD sprach sich auch im HSV-Lager herum und so konnte sich die Mannschaft zu diesem Spiel über eine Menge zusätzlicher Fans, bestehend aus Eltern und Spielern sowie Trainern anderer Teams des HSV, freuen. Dies schien die Mannschaft zusätzlich zu beflügeln, denn vorm Spiel war die Motivation gleich noch weitaus höher als den Tag zuvor. Das Spiel begann und der HSV ging gleich in Führung. Bereits nach zwei Minuten war zu sehen, dass hier an diesem Tag eine andere Härte und Spielweise an den Tag gelegt wird. Der Gegner verteidigte offensiver und härter aber nicht unfairer als die anderen Teams zuvor. Die Mannschaft musste sich damit erst einmal zu Recht finden. Dennoch konnten Lücken gerissen werden und dadurch der HSV zum Torerfolg kommen. Nach neun Minuten lag der HSV mit 6:4 in Führung. Nun nahm das Spiel Fahrt auf. Drei schnelle Tore von Ulbroka SK und eines auf Grimmener Seite, zeigten ein 7:7 auf der Anzeigentafel. Trotz nun erfolgter Unterzahl konnte sich unsere Mannschaft durch Arik Schuhknecht und Eirik Petereit vorentscheidend auf 11:8 absetzen. Da Ulbroka SK auf ihrer Seite nur zwei Spielentscheidende Spieler hatte, konnte die gute arbeitende Abwehr diese beiden gut zustellen und einfache Tore verhindern. Infolge dessen gingen wir mit Justus Näther und Lenny Lenter weiter mit 16:11 in Führung. Basierend auf der Führung nutzten die Trainer die Chance und wechselten auf allen Positionen durch. Alle Spieler fügten sich nahtlos in das Spielgeschehen ein und konnten auch begünstigt durch Wechsel der gegnerischen Mannschaft den Sieg am Ende sogar noch deutlich mit 23:16 gestalten. Der sechste Sieg im sechsten Spiel. Die Halle stand Kopf und die Spieler genossen den Trubel, welcher um sie entstanden war. Man war stand jetzt unter den besten 16 Mannschaften des Turniers. Für das nächste Spiel stand der Gegner bereits fest. Es war die Mannschaft vom HBC Jičín aus Tschechien. Diese waren in der Vorrunde Gruppendritter mit durchschnittlichen Leistungen, konnten sich in den beiden KO-Spielen dann aber immer knapp gegen die anderen Teams durchsetzen. Das Trainerteam um Anja und André Schuhknecht konnte das folgende Spiel einschätzen, dass es auf Grund der letzten beiden Spiele knapp werden könnte. Denn diese Spiele haben Kraft gekostet und ihre kleinen Blessuren hinterlassen. Nichtsdestotrotz schworen sie die Mannschaft auf das folgende Spiel ein. Die Mannschaft erhielt nun weitere Unterstützung auf den Rängen, so dass man fast annehmen könnte, dass jeder Platz durch einen Grimmener besetzt war. Diese Kulisse war beeindruckend und machte die Mannschaft auch stolz. Das Spiel wurde wider Erwarten von tschechischen Schiedsrichterinnen geleitet, was sich im Laufe der Partie als ungünstig herausstellen sollte. Aber wir nahmen die Bedingungen an und wollten die zwei bis drei Tore dann besser sein. Das Spiel begann und es zeigte sich gleich in der ersten Minute, dass dieses Spiel Kräfte rauben wird. Jeder Angriff dauerte fast eine Minute, um einen Abschluss erzielen zu können. Eine harte Abwehr auf beiden Seiten zeigte schnell ihre Wirkung. Dennoch war es bis zur 12. Spielminute ein schönes, temporeiches Spiel, in dem wir stets vorlegten und HBC nachziehen musste und auch konnte. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, beim Stand von 9:10 für HBC Jicin, wurde dem HSV leider ein durchaus berechtigter 7-m nicht zugesprochen. Aber bis hierhin war es eine sehr gute Leistung des jungen Teams. In der Halbzeitpause rieten die Trainer der Mannschaft, ihre Angriffe geduldiger zu spielen, auch um Kraft zu sparen, denn Angriff und Abwehr forderten nach und nach ihren Tribut. Nach Wiederanpfiff erzielten wir noch durch Eirik Petereit den Ausgleich zum 10:10, konnten dann allerdings einen 3:0-Lauf der Tschechen nicht verhindern. Beim zwischenzeitlichen Stand von 12:14 war man noch in Reichweite, musste dann aber der kraftraubenden Spielweise des Gegners nachgeben. Die Kraftreserven waren nahezu aufgebraucht. Die Stimmung in der Halle war trotz alledem riesengroß. Man erkannte, dass die Spieler alles auf der Platte lassen. Leider wurde nun die Gangart der gegnerischen Mannschaft etwas härter, sodass Säulen des Teams wie Justus Näther, Noah Seidel und auch Arik Schuhknecht verletzt das Spielfeld verlassen mussten. Die Schiedsrichterin hat es zu der Zeit leider nicht geschafft, diese auftretende Härte zu unterbinden. Die Trainer sahen dies und tauschten durch, um hier erhobenen Hauptes aus diesem Spiel und auch aus diesem Turnier herauszugehen. Den Sieg des Gegners, der später den 3. Platz des Turniers belegen sollte, erkannten die Trainer an. Denn zu viel Kraft ist in den Spielen zuvor verloren gegangen, sodass ein Sieg in dieser Partie in weite Ferne gerückt war. Jonte Havemann setzte dennoch mit seinem Solo gegen 4 Gegenspieler vom eigenen 6-m bis zum Erzielen des letzten Grimmener Tores eines der Highlights des Spieles. Unter frenetischem Jubel wurde dieses Tor durch alle Anwesenden gefeiert. Am Ende verloren wir das Spiel mit 13:23, wobei das Ergebnis nicht den Spielverlauf widerspiegelt und auch für das Erreichte keine Rolle spielt. Die Mannschaft war sicherlich zuerst enttäuscht über diese Niederlage, aber nach einer kurzen Pause kam dann doch die Freude über das Erreichte. Ein Platz zwischen dem 9. und 16. von 115 Mannschaften ist ein Erfolg, auf den die Mannschaft zu Recht stolz sein kann. Eine Leistung, mit der vor dem Turnier so keiner hätte rechnen können. Die Jungs schafften es, Charlott mit in das Team einzubinden und das ganze Turnier über als eine geschlossene Mannschaft aufzutreten und es auch zu verkörpern. Großes Lob an das Team für diese Leistung, den Kampfgeist und den Zusammenhalt auf und neben der Platte. Bemerkenswert ist auch die Leistung von Justus Näther und Arik Schuhknecht. Sie haben es beide unter die Top 25 Torschützen von insgesamt 1674 Spielern aller Teams der MJD des Turniers geschafft. Wir sind mega stolz auch auf diese Leistung. Ein großes Dankeschön an alle, die während der 3 Tage vor Ort waren, um die Mannschaft zu unterstützen. Ohne eure klatschenden Hände, rhythmischen Trommelschläge und Tröten wäre diese Leistung vielleicht nicht so abgerufen worden. Ihr habt damit bereits vor dem Spiel und gerade auch während des Spieles Gegner beeindruckt und uns auch Gänsehautmomente erleben lassen. Auch die ganze Organisation drumherum darf nicht vergessen werden. Trikots waschen, Verpflegungspunkte über den Tag suchen, Ruhezeiten einhalten und für die Mannschaft da sein, rundete das Vorhaben Prager Handball Cup 2026 ab. Danke

Für die Mannschaft der MJD spielten:

Charlott Brode, Jonte Havemann, Jacob Ringenberg, Lenny Lenter, Justus Näther, Eirik Petereit, Claas Cornils, Timo Peters, Lennart Reh, Noah Seidel, Carl – Lennox Schnepel, Arik Schuhknecht

Trainer: Anja Schuhknecht, André Schuhknecht

MJC

Beim Prager Handball Cup 2026 in der Altersklasse MJC stellte sich der HSV Grimmen einem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld von 134 Teams aus ganz Europa. Über die Osterfeiertage hinweg sammelte die Mannschaft wertvolle internationale Erfahrung und zeigte eine bemerkenswerte Entwicklung im Turnierverlauf. Der Start in das Turnier am Freitag verlief erwartungsgemäß schwierig. Gegen den späteren Turniersieger SC Magdeburg musste sich Grimmen deutlich mit 4:35 geschlagen geben. Auch im zweiten Spiel gegen das tschechische Team Talent Škoda JS Plzeň blieb ein Erfolg aus, sodass der erste Turniertag ohne Punkte endete. Am Samstag präsentierte sich die Mannschaft jedoch wie ausgewechselt. Mit großem Einsatz und verbessertem Zusammenspiel gelang zunächst ein überzeugender 31:15 Erfolg gegen TJ JM Chodov Prag. Auch das darauffolgende Spiel gegen TMLY Handball II aus Dänemark konnte mit 19:13 gewonnen werden. Im abschließenden Vorrundenspiel musste sich Grimmen zwar dem ungarischen Team Budai Farkasok mit 11:21 geschlagen geben, hatte sich aber durch die beiden Siege für den B-Pokal qualifiziert. Dort bewies der HSV Grimmen am Sonntag erneut Kampfgeist. In der Runde der letzten 64 setzte sich das Team knapp mit 18:16 gegen SC 04 Schwabach durch. Auch im folgenden Spiel gegen HSV Dresden behielt Grimmen in einer spannenden Partie mit 14:13 die Oberhand und zog ins Achtelfinale ein. Im Achtelfinale traf die Mannschaft auf TJ Strojár Malacky. In einem ausgeglichenen und hart umkämpften Spiel musste sich der HSV Grimmen schließlich knapp mit 19:21 geschlagen geben und schied aus dem Turnier aus. Trotz des Ausscheidens kann die Mannschaft ein positives Fazit ziehen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten steigerte sich das Team deutlich und zeigte vor allem in der K.-o.-Phase großen Einsatzwillen und Teamgeist. Das Erreichen des Achtelfinales im B-Pokal ist ein respektables Ergebnis bei einem Turnier dieser Größenordnung und lässt optimistisch auf kommende Aufgaben blicken.

Prag MJB

Auch in diesem Jahr ging es für die MJB des HSV über Ostern Richtung Prag. 

Insgesamt waren 108 Teams in dieser Altersklasse gemeldet. Unsere Jungs hatten in der Vorrunde Gegner aus Spanien, Österreich, Dänemark, Schweden und Tschechien. Los ging es gegen BM Granollers. Die körperlich unterlegenen Spanier hatten von Anfang an Probleme im Positionsangriff gegen unsere kompakte Abwehr, so kamen wir durch einfache Gegenstoßtore. Am Ende stand ein 17:5 Erfolg gegen schnelle und temperamentvolle Spanier, die sich im Laufe des Turniers gesteigert haben. Zweites und letztes Spiel an Tag 1, Gegner Langenlois aus Österreich. Im ersten Durchgang konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen, so ging es mit 10:11 für Langenlois in die Halbzeit. Nach der Pause konnten wir ein 4:0 Lauf starten und somit 14:11 davonziehen. Die gut ausgebildeten und 1gegen1 starken Össi’s gaben nicht auf und konnten meist in Überzahl immer wieder verkürzen. In den letzten 5 Minuten konnten wir unseren Vorsprung behaupten und mit 22:20 gewinnen. Vorweggenommen war das der stärkste Gegner in der Vorrunde. Am zweiten Tag ging es gegen die Dänen aus Himmelev, dort stand ein nie gefährdeter 23:10 Sieg zu Buche. Kungälvs war der nächste Gegner. Die Schweden waren zur Pause mit 7:5 noch auf Tuchfühlung. Mit einen 5:0 Lauf, auf 12:5, konnten wir uns entscheidend absetzen und am Ende 14:8 gewinnen. Letzter Gegner an diesem Tag waren die Tschechen aus Mělník, dort konnten wir uns mit 23:15 durchsetzen. Somit, als Gruppenerster, ging es am nächsten Tag im 32 stel-Finale gegen Uppsala aus Schweden. Hier konnten wir uns in der 2. Halbzeit etwas lösen und am Ende 16:12 gewinnen. Nächste Runde, im 16-tel-Finale, kam eine Truppe aus Tschechien, die bis dahin alle Spiele souverän gewinnen konnten. Dream Team Morava hieß der Gegner und war eine Landesauswahltruppe. Durch gute Athletik, Disziplin, Mentalität und spielerisches Verständnis unseres Gegners, hatten wir von Anfang an Probleme im Spiel. Immer wieder Zeitstrafen und Fehlwürfe auf unserer Seite zogen die Tschechen Tor um Tor davon. Am Ende mussten wir uns mit 13:5 geschlagen geben. Somit war für uns der Prager Handball Cup 2026 beendet. Nichtsdestotrotz können wir ein positives Fazit ziehen, von 7 Spielen konnten wir 6 positiv für uns gestalten. Es war nochmal ein gelungenes Event nach einer sehr erfolgreichen Saison für die Jungs und das Trainerteam. Vielen Dank an alle die uns in der Saison und in Prag unterstützt haben.

WJC

Die Reise nach Prag war insgesamt eine schöne, aber auch anstrengende Erfahrung. Es hat viel Spaß gemacht, besonders weil wir als Team viel zusammen erlebt haben. Natürlich waren die Spiele und der Ablauf manchmal auch erschöpfend. Als weibliche Jugend C haben wir zwar alle Spiele verloren, konnten aber trotzdem einiges daraus lernen und uns verbessern. Insgesamt war es eine tolle Zeit mit guten und auch herausfordernden Momenten.

WJB

Für uns ging’s mit (fast) der kompletten Mannschaft nach Prag – und allein das war schon ein richtig cooles Gefühl. Gemeinsam unterwegs sein, nochmal alles zusammen erleben und als Team Zeit verbringen – genau das wollten wir nach einer intensiven Saison in der Jugend-Bundesliga.

Trotzdem sind wir nicht einfach nur zum Spaß hingefahren – wir hatten schon ein klares Ziel: das A-Finale. Unsere Vorrundengruppe war international besetzt, super spannend und dadurch auch richtig reizvoll für uns. Sportlich war das Ganze sehr abwechslungsreich: sowohl Spiele, in denen wir direkt überzeugen konnten, als auch echte Herausforderungen gegen starke Gegner. Genau diese Mischung hat die Gruppe für uns besonders gemacht.

Und wir sind richtig gut ins Turnier gestartet: Mit einem klaren Sieg gegen den TV Bad Kötzting (41:2) und einem 33:7 gegen Mělník lief der Auftakt perfekt. Auch gegen die starke und sympathische Vertretung von Skövde HF konnten wir uns mit 16:11 durchsetzen.

Am zweiten Tag ging es mit einem 31:7 gegen Chisinau aus Moldawien stark weiter. In den letzten beiden Vorrundenspielen mussten wir uns dann gegen Dänemark (11:14) und Rumänien (10:13) knapp geschlagen geben.

Im K.O.-Spiel am Sonntag zeigten wir nochmal unsere Stärke und zogen mit einem 19:14 gegen Partizánske in die nächste Runde ein. Dort wartete mit Pilsen ein sehr starker, namhafter Gegner, gegen den wir uns schließlich geschlagen geben mussten. Damit war im A-Pokal in der Runde der letzten 32 von über 100 Teams Schluss.

Trotzdem überwiegt das Positive: Wir haben ein starkes Turnier gespielt, uns international gut präsentiert und als Team nochmal richtig viel erlebt.

Neben dem Feld hatten wir genauso viel Spaß: Wir haben Prag erkundet, die tschechische Küche ausprobiert, beim Shoppen zugeschlagen und einfach die gemeinsame Zeit genossen. Genau das macht dieses Turnier aus.

Am Ende bleibt ein unvergesslicher Saisonabschluss mit vielen tollen Erinnerungen.