Während unsere Mädels beim Auswärtsspiel in Oldenburg nichts anbrennen lassen, gaben unsere Jungs in Wildau den schon sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Beide Teams waren an diesem Wochenende als einzige im Einsatz. Das wird sich am kommenden Samstag und Sonntag aber ändern.

VFL Oldenburg – WJB I 27:33

Was für ein Auswärtsspiel für unsere Mädels beim noch sieglosen Schlusslicht in Oldenburg. Gegen den Bundesliganachwuchs aus Niedersachsen ließ man absolut nichts anbrennen und feierte den dritten Sieg in Serie. Trotz der langen Anreise waren unsere Mädels von Beginn an hellwach und erspielten sich eine 0:11-Führung, ehe der Gastgeber nach zwölf Minuten selbst zum ersten Mal traf. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte ließ man den Gastgeber nicht den Hauch einer Chance und baute den Vorsprung auf sage und schreibe 4:20 aus. In den letzten zwei Minuten gelangen dem Gastgeber noch drei Treffer zum 7:20-Halbzeitstand. Wichtig war jetzt, einen kühlen Kopf zu behalten und nicht anzufangen, zu zittern, sollte der Gastgeber mal etwas verkürzen. Und die Mädels ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Zwar erzielten die Oldenburgerinnen zwei weitere Treffer nach der Pause zum 9:20 und verkürzten dann auf 11:21, doch unsere Damen spielten unbeirrt weiter und schraubten den Vorsprung wieder auf 11:24 und 14:27 hoch. Eine Viertelstunde war da noch zu spielen und die Partie längst entschieden. Dadurch schlich sich in den letzten fünfzehn Minuten auch etwas der Schlendrian ein. Die Abwehr stand nicht mehr so kompakt und im Angriff traf man einige falsche Entscheidungen, so dass Oldenburg mit einem 5:0-Lauf nochmals auf 19:27 verkürzen konnte. Mehr ließen unsere Mädels aber nicht zu und brachten den Sieg souverän nach Hause. Bereits am Samstag kommt es zum Rückspiel in Grimmen und dort möchte man den Lauf fortsetzen und den vierten Sieg in Serie holen.

HSV Wildau – MJB I 23:21

Nun ist es im zwölften Spiel nach der Saisonauftaktpleite wieder passiert. Unsere Jungs müssen sich beim schweren Auswärtsspiel in Wildau geschlagen geben und erhalten einen kleinen Dämpfer vor dem Topspiel am kommenden Samstag gegen den Tabellenführer. Dabei sah alles sehr gut aus. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase konnte man sich vom 6:6 auf 6:10 absetzen und mit meiner 9:12-Führung in die Pause gehen. Auch danach hatte man das Gefühl, dass unsere Jungs das Spiel kontrollieren und im Griff haben. Man erhöhte schnell wieder auf 10:14 und ließ sich auch nicht aus der Ruhe bringen, als der Gastgeber auf 12:14 und 15:16 verkürzte. Besser noch: Man konnte sich wieder lösen und zehn Minuten vor Schluss auf 15:20 davonziehen. Doch plötzlich sollte nichts mehr funktionieren. Die Jungs bekamen zittrige Hände und blieben sechs Minuten ohne eigenen Treffer, während der HSV Wildau selbst fünfmal traf und den 20:20-Ausgleich erzielte. In einer spannenden Schlussphase legten wir nochmal zum 20:21 vor, doch die letzten drei Treffer gehörten dann dem Gastgeber, der durch diesen 8:1-Lauf in den letzten zehn Minuten zwei Punkte einfahren konnte. Aber nichts ist im Kampf um die Medaillen verloren und schon gar nicht um den ersten Platz. Zwar liegt man nun zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter, den Füchsen Berlin II, aber man hat alles selbst in der Hand, da man bereits das Hinspiel in Berlin gewinnen konnte. Nun kommt es zum Showdown am Samstag in Grimmen.